Montag, 11. August 2014

Wiedersehen mit Harry

Liebe Gryffondors, Serdaigles, Serpentards und Poufsouffles!

An Harrys Geburtstag (und natürlich dem der hinreißenden Jo Rowling) nahm ich den Zeitumkehrer in die Hände. Drei Umdrehungen genügten zwar nicht, aber irgendwann war es dann geschafft und ich tauchte in meine Lieblingsbuchreihe der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein - diesmal auf Französisch, wie ich es mir als fleißige (hust!) Französisch-Studentin mit einer Vorliebe für englische Literatur (hust!) fest vorgenommen hatte. So begann ich also mit "Harry Potter à l'école des sorciers" und tauchte ein in eine britische, magische Welt mit französischem Touch. 

J.K. Rowling sagte in einem Interview von 2001 einmal, dass sie beim Schreiben der ersten Harry Potter-Romane (sprich als noch nicht absehbar, wie groß der Erfolg sein würde) dachte, dass diese Reihe etwas für obsessives sein würde, die Interesse daran haben würden, jedes winzige Detail über diese Welt zu erfahren, die sie da schuf. Ich bin so ein obsessive. Details sind mir wichtig. Deswegen fiel es mir beim Lesen der französischen Ausgabe zunehmend schwer zu ertragen, dass Eigennamen (Rufnamen sowie Appellativa) teilweise französiert wurden. Zugegeben, in der deutschen Ausgabe wurde auch nicht alles in seinem englischen Original belassen. Man denke nur an das altbackene Hermine, das von jeher das Englisch leichtfüßig daherkommende "Hermione" ersetzt. Bei Kräze und Fang kann man jedoch beide Augen zusammenkneifen. Im Französischen aber werden auch für mich unantastbare Namen verändert: Ich sage nur: Professor Rogue!! Als ich das las, kapitulierte ich, stellte das Buch zurück ins Regal und zückte die englische Originalausgabe. Und als ich mich darin vertiefte, war ... BÄM ... alles wieder da! Der Zauber der magischen Welt kehrte zurück, verraucht war mein Ärger und ich war wieder 11 Jahre alt und endlich angekommen in Hogwarts. (Tipp: Den entsprechenden HP-Soundtrack beim Lesen zu hören steigert das berauschende Gefühl eines HP-Trips noch! :P)

Das Experiment, Harry Potter auf Französisch zu lesen, gilt also als gescheitert. Mein Stolz war irgendwie einfach zu groß. Die Worte hatten für mich nicht die gleiche Bedeutung wie auf Englisch oder - das muss ich ganz klar sagen, auch wenn das keine klare Linie ist, die ich da fahre - auf Deutsch. Hier eine Liste der Namensänderungen im Vergleich zur deutschen Version, die sich auf den ersten 100 Seiten lesen ließen.

Poudlard - Hogwarts
Moldus - Muggel
Gripsec - Griphook
Madame Guipure - Madam Malkins
Drago Malefoy - Draco Malfoy
Croûtard - Krätze
Gryffondor - Gryffindor
Serdaigle - Ravenclaw
Serpentard - Slytherin
Poufsouffle  Hufflepuf
Neville Londubat - Neville Longbottom  (Schön, so eine Mischung aus einem englischen Vor- und einem französischen Nachnamen, oder?)
Choixpeau - Sprechender Hut (Das Wortspiel ist jedoch fast schöner als unsere Abänderung des Sorting Hats)
Severus Rogue - Severus Snape (x.x)
Argus Rusard - Argus Filch
Miss Teigne - Mrs. Norris
Pomona Chourave - Pomona Sprout
Crockdur - Fang
Madame Bibine - Madam Hooch
Olivier Dubois (!) - Oliver Wood (Ja, wat denn? Passt doch! Olivier ist das französische Äquivalent zu Oliver und 'bois' heißt nicht umsonst 'Holz' oder 'kleiner Wald'! No way!)
Madame Pomfresh - Madam Pomfrey (Warummm?) 


Inzwischen bin ich mit "Harry Potter and the Philosopher's Stone" fertig und wende mich nun "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" zu. Gerne hätte ich auch den zweiten Band auf Englisch gelesen, aber meine Schwester, die sich aktuell in Harry Potter-Land aufhält, hatte sich den schon gekrallt ... Teilen will schon gelernt sein!

Magische Grüße bestellt Euch




Mittwoch, 30. Juli 2014

Monatsrückblick Juli


Hallo alle miteinander! :) 


Der Monat Juli neigt sich mittlerweile schon dem Ende zu und deshalb würden wir gerne mit dieser neuen Kategorie starten, bei der es sich um die Monatsrückblicke handelt! In diesen Blog Einträgen wollen wir euch also kurz zeigen, welche Bücher wir in dem jeweiligen Monat gelesen haben. Falls es zu den Büchern Rezensionen gibt, werden wir sie euch natürlich dazu verlinken. 

Gelesen von Glücksbärchi im Monat Juli
So, dann fange ich doch einfach mal an! Angefangen hat es also in diesem Monat Juli mit dem Buch The Silkworm von Robert Galbraith (aka J.K.R), das ist der zweite Band der Cormoran Strike Reihe (der erste Band The Cuckoo's Calling erschien letztes Jahr). Eine etwas ausführlichere Rezension gibt es hier auf lovelybooks. Allein weil J.K.R hinter dem Pseudonym von Mr Galbraith steht muss man die Reihe einfach lesen, jedenfalls, wenn man J.K.R. Fan ist. :D Ich bin sehr gespannt was die Reihe noch bringt, da J.K ja in einem Interview gesagt hat, es würden noch einige Bände in dieser Reihe erscheinen, was natürlich toll zu hören ist! (Quelle) Das Buch hat mir auch wieder gut gefallen, genau wie beim ersten Band brauchte ich eine Weile um mich "einzulesen" aber danach war es wirklich spannend. Weiter geht's mit tschick von Wolfgang Herrndorf. Das Buch habe ich zum Geburtstag bekommen und hat mich ziemlich positiv überrascht! Das recht dünne Büchlein hat doch einen bleibenden Eindruck hinterlassen und ich würds auf jedenfall weiterempfehlen! Eine Rezension gibt's hier auf dem Blog. Und das letzte Buch aus dem Juli ist dann Wie ein Licht in der Nacht von Nicholas Sparks. Ich weiß gar nicht mehr wann ich das Buch gekauft habe, das lag aber schon ein Weilchen hier rum, ich hatte das irgendwann mal ganz spontan bei den Mängelexemplaren gekauft (für 3€ *yes*). Jedenfalls war dieses Buch auch eine ziemlich Überraschung, im positive Sinne! Es erinnerte vom Aufbau her schon an die anderen Sparks Bücher, die ich kenne, aber es war auch wieder total anders. Es ist ziemlich spannend und nervenaufreibend, mir hat es gut gefallen! (Zur Rezension)



Harry Potter and the Re-Read-Challenge

Das hier ist also nun die erste Challenge, an der wir teilnehmen werden! Juhuuu! :D Dass es sich dabei um eine Harry Potter Lese-Challenge handelt, macht das ganz natürlich nochmal viiiiiiel besser! Ins Leben gerufen hat die Challenge Nico (http://nico-wallmann.blogspot.de/), hier geht’s zur Erklärung der Challenge auf seinem Blog: hier entlang.
Da wir (wie man an unserem Blog wirklich nur unschwer erkennen kann!), alle riesige Harry Potter Fans sind, ist die Challenge wie gemacht für uns, da wir die Bücher auch schon länger mal erneut lesen wollten. Man kann die Reihe einfach nicht oft genug lesen. :)

Gelesen werden alle sieben Harry Potter Bände (optional noch die drei nachträglich erschienenen Bücher), im Zeitraum vom 31. Juli – 31. Oktober 2014.

Wir freuen uns schon sehr drauf, bei der Challenge mitzumachen! :) 
Auf Twitter kann unter dem Hashtag #hprr14 fleißig gezwitschert werden! 

Hier werden wir festhalten wie weit wir jeweils mit dem Lesen sind! Außerdem werden wir auch jeweils vermerken, auf welchen Sprachen wir die Bände jeweils lesen!

Leseliste
  • Harry Potter and the Philosopher's Stone
  • Harry Potter and the Chamber of Secrets
  • Harry Potter and the Prisoner of Azkaban
  • Harry Potter und der Feuerkelch
  • Harry Potter und der Orden des Phönix
  • Harry Potter und der Halbblutprinz
  • Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
  • Die Märchen von Beedle dem Barden
  • Quidditch im Wandel der Zeiten
  • Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
Legende:  Glücksbärchi Madame Greenified DesiLilly

Die Vergangenheit hinter sich lassen

Wie ein Licht in der Nacht
Nicholas Sparks
Roman
Erscheinungsjahr: 2011
Heyne Verlag
Amazon


Wenn man den Klappentext des Buches ließt, bekommt man den Eindruck, dass es sich bei diesem Roman um einen sehr typischen Nicholas Sparks Roman handelt. Dieser Eindruck ist auch nicht ganz falsch, aber dazu später mehr. In dem Buch geht es um Katie, sie ist neu in dem kleinen Städtchen Southport und niemand weiß so wirklich etwas über sie. Die junge Frau ist verschlossen und gibt nicht viel von sich Preis, offenbar hütet sie ein Geheimnis. Als sie Alex (verwitwet und Vater von zwei Kindern) kennen lernt, beginnt sich nach und nach ihre Schutzmauer abzubauen und sie fasst Vertrauen zu ihm. Im Verlauf der Geschichte erfährt der Leser nach und nach mehr über Katies Vergangenheit und den Grund, warum sie so verschlossen ist.

Da ich schon ein paar Romane von Nicholas Sparks gelesen habe, fand ich den Plot dieser Geschichte doch auf der einen Seite sehr typisch für seine Bücher. Auf der anderen Seite hat aber dieser spezielle Roman etwas Besonderes an sich, wie ich finde. Man bekommt schon relativ zu Beginn des Buches eine Vermutung, wobei es sich bei Katies „Geheimnis“ handelt, recht schnell bekommt der Leser auch eine Vorstellung darüber, wie das Buch enden könnte. Nichtsdestotrotz ist das Buch sehr spannend aufgebaut. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und hatte es innerhalb kürzester Zeit ausgelesen, was verdeutlicht, wie spannend es war! Durch dieses Spannungselement unterscheidet sich dieser Roman meiner Meinung nach von den anderen Nicholas Sparks Romanen, die ich bisher schon gelesen habe. Die Charaktere wirken sehr genau ausgearbeitet und werden detailliert beschrieben, es wird eine Atmosphäre geschaffen, auf die man sich als Leser sehr gut einlassen kann.


Zum Schluss kann ich nur sagen, dass ich dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen würde. Jeder, der schon Nicholas Sparks Romane kennt, aber auch wer noch keines kennt, sollte dieses Buch lesen. Es ist kein Buch, das nur Friede, Freude Eierkuchen verspricht, denn es behandelt eine sehr ernste Thematik. Auf der anderen Seite ist es aber voller Leichtigkeit geschrieben und lässt sich einfach total gut lesen.  



Sonntag, 27. Juli 2014

In Richtung Walachei...

tschick
(Jugend)Roman
Wolfgang Herrndorf
Rowohlt Berlin 
Erscheinungsjahr: 2010
Amazon

"Ich konnte Tschick von Anfang an nicht leiden. Keiner konnte ihn leiden. Tschick war ein Asi, und genauso sah er auch aus."

Es geht um Maik Klingenberg, 14-jähriger Schüler aus Berlin. Die Mutter ist Alkoholikern, der Vater schwer beschäftigt und Freunde hat Maik eigentlich keine so wirklich. Kurz vor den Sommerferien kommt der Neue in die Klasse, der Junge mit dem unaussprechlichen Namen einfach mal kurz Tschick genannt. Die Sommerferien hätten für Maik sicherlich sehr langweilig werden können, doch dann stand plötzlich Tschick vor seiner Tür, mit einem geklauten Auto und lädt Maik ein, mit ihm mit zu kommen. Die chaotische und aufregende Reise kann beginnen!

Ich hatte im Vorfeld schon einiges Gutes(!) über das Buch gehört, und habe es dann jetzt auch endlich mal gelesen. Innerhalb von drei Tagen hatte ich es dann durch, wobei man es auch sicherlich an einem Stück hätte lesen können! Ja, man muss sich an den Schreibstil gewöhnen, denn es wird aus der Perspektive von Maik erzählt. Maik ist ein Teenager und deshalb ist das Buch auch mehr oder weniger in einer Jugendsprache verfasst. Man gewöhnt sich aber dran und es lässt sich wirklich sehr gut lesen. Das Buch ist lustig. Es gibt sogar viele lustige Szenen, meiner Meinung nach, oft muss man bei einer komischen Beschreibung einfach mal grinsen und das macht das Buch auch aus. Maiks Gedanken sind manchmal wirr und ziemlich bizarr, er nennt die Dinge beim Namen und nimmt kein Blatt vor den Mund. Manchmal könnte man den Eindruck bekommen, dass man es gar nicht mit einem 14-jährigen Jungen zu tun hat, doch dann gibt es immer wieder die Augenblicke in denen man daran erinnert zurück erinnert wird. Maik und Tschick sind ein total gutes Team, eigentlich haben die beiden nichts so wirklich gemeinsam, meint man zumindest auf den ersten Blick. Die beiden Jungs kennen sich überhaupt nicht, doch dann befinden sie sich plötzlich in dem geklauten Auto, fahren über Stock und Stein und erleben einfach jede Menge Unsinn! Es passieren so viele komische, verrückte und liebenswerte Dinge, dass man sich erhofft, die Reise der beiden möge bitte niemals enden!


Tschick ist also ein Buch über Freundschaft, Familie, Lebenslust über das Erwachsenwerden und noch viel mehr. Ich würde das Buch an jeden weiterempfehlen, der Lust auf eine amüsante und verrückte Geschichte voller Abenteuer und origineller Begegnungen hat.



Sonntag, 4. Mai 2014

You have to know who you are, and what you are.

Alles, was wir geben mussten
(Never let me go)
Erscheinungsjahr: 2010
Drama, Buchverfilmung
Carey Mulligan, Keira Knightley, Andrew Garfield
Trailer


Der Film „Alles, was wir geben mussten“ (Im Original: Never let me go) ist ein Drama/Science-Fiction/Dystopie Film aus dem Jahr 2010. Die Geschichte wird von Kathy H. (Carey Mulligan) in einer Rückblende erzählt. Die mittlerweile erwachsene Frau erzählt von ihrer Kindheit im Internat Hailsham. Die Kinder bekommen dort alles was sie brauchen und es wird stets sehr genau auf deren Gesundheit geachtet. Kathy erzählt vom Beginn ihrer Freundschaft mit Tommy, ein Junge, der oft von seinen Mitschülern gehänselt und ausgelacht wird. Kathy hänselt Tommy jedoch nicht und so freunden sie sich an. Doch Kathys Freundin Ruth scheint aufgrund dieser Entwicklung eifersüchtig zu werden und schließlich werden Tommy und Ruth ein Paar, was Kathy wiederum sehr traurig macht. Eines Tages erfahren die Kinder von ihrer Lehrerin die Wahrheit über ihr Leben und ihre Zukunft. Alle Kinder im Internat dienen einem bestimmten Zweck und werden niemals ein „normales“ Leben führen.

Mit 18 Jahren verlassen die drei das Internat und ziehen in ein ruhiges Bauerndorf, dort wohnen sie mit anderen jungen Männern und Frauen zusammen und kommen erstmals richtig in Kontakt mit der „Außenwelt“. Ruth und Tommy sind immer noch ein Paar, Kathys Hoffnung, dass sich die beiden im Laufe der Zeit trennen, hat sich nicht erfüllt.

Durch den Erzählstil bekommt der Film eine ganz persönliche Note und man identifiziert sich von Anfang an mit der kleinen Kathy. Carey Mulligan spielt die Rolle der erwachsenen Kathey natürlich richtig gut, aber auch die junge Version ihrer selbst (gespielt von Izzy Meikle-Small) ist definitiv erwähnenswert. Man taucht in das Leben der drei Hauptfiguren ein, welches immer wieder durch Zeitsprünge unterbrochen wird aber trotzdem durchgehend erzählt wird. Das Thema des Films ist erschreckend und tragisch und mehr als einmal möchte man die Hauptperson Kathy an der Schulter packen und sie fragen, warum sie das alles geschehen lässt, warum sie nicht nach einem Ausweg such, warum NIEMAND nach einem Ausweg sucht. Das unausweichliche Ende des Films möchte man lange Zeit nicht wahrhaben, dennoch ist es unabwendbar.

Mir persönlich hat der Film gut gefallen, er war in der Grundtendenz schon an einigen Stellen vorhersehbar, allerdings kurzweilig, einfach gut erzählt durch die tolle Besetzung. Es ist ein Film, der nicht glücklich, sondern nachdenklich macht.




Let us try to open our minds to a new idea

Mona Lisas Lächeln
Erscheinungsjahr: 2003
Drama
Julia Roberts, Julia Stiles, Kirsten Dunst
Trailer


Der Film „Mona Lisas Lächeln“ aus dem Jahr 2003 handelt von der jungen Dozentin Katherine Watson, die in den 50er Jahren eine neue Stelle im kunstwissenschaftlichen Institut des Wellesley College annimmt um junge Frauen zu unterrichten. Ihre Erwartungen an diese neue Stelle werden nicht ganz erfüllt, das College ist sehr konservativ eingestellt, neue Wege des Unterrichtens werden nicht gerne gesehen. Mit einigen ihrer Schülerinnen hat Katherine von Anfang an einige Probleme, doch sie versucht den Mädchen die Augen zu öffnen, ihnen Neues beizubringen und sie nach ihrem Gewissen zu unterrichten.

Der Film thematisiert vor allem die Rolle der Frau in den 1950er Jahren. Eigentlich ist bei (fast) allen Schülerinnen des Wellesley Colleges die populäre Vorstellung verankert, dass sie nach ihrem College Abschluss (am besten schon währenddessen!) einen gut betuchten Mann finden, diesen heiraten und zukünftige Hausfrauen und Mütter werden. Vor allem Betty (Kirsten Dunst) verkörpert diese konservative Lebenseinstellung. Natürlich hat sie den (vermeintlich) perfekten Ehemann schon gefunden und ist im Begriff diesen zu heiraten. Dass Katherine Watson nicht verheiratet ist, kann sie so gar nicht verstehen und das macht sie auch oft deutlich. Aber nicht alle sind so strikt wie Betty. Da gibt es zum Beispiel Joan (Julia Stiles), die eigentlich immer davon geträumt hat einmal nach Yale zu gehen und dort Jura zu studieren. Als Katherine davon erfährt möchte sie Joan natürlich unbedingt bei ihrem Vorhaben unterstützen, denn es ist ihr Anliegen den Mädchen auch Alternativen aufzuzeigen und ihnen klar zu machen, dass sie eben nicht NUR Hausfrauen und Mütter sein müssen. Sie will sie dazu ermutigen das zu tun, was sie wirklich wollen.


Es ist schön, dass der Film viele verschiedene Geschichten erzählt, natürlich in erster Linie die von Katherine, aber man erfährt auch einiges über Betty und Joan und andere Schülerinnen des Wellesley Colleges. Diese Geschichten sind alle irgendwie miteinander verbunden und so ergibt sich ein roter Faden, der sich durch den Film zieht. So lernt man natürlich viele verschiedene Charaktere kennen, manche davon sind einem auf Anhieb sympathisch, andere hingegen nicht. Im Verlauf der Geschichte geschehen durchaus unerwartete Wendungen und irgendwie hat man dann am Ende doch alle Charaktere ans Herz geschlossen. Der Film punktet nicht nur durch seine schönen Bilder und den wundervoll passenden Soundtrack, sondern vor allem durch die schauspielerischen Fähigkeiten der Hauptdarstellerinnen. Die angesprochenen Themen wurden in einen unterhaltsamen und schlichten Film verpackt, der auf jeden Fall sehenswert ist!